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KI im Marketing: Prognosen, Herausforderungen und was auf PIM zukommt

· 2026-03-09 · 4 Min. Lesezeit

Marketing im Umbruch: Der Aufstieg der KI und die Weiterentwicklung von PIM-Systemen

Das Marketing befindet sich in einem tiefgreifenden Wandel, und im Zentrum dieses Wandels steht künstliche Intelligenz (KI). Die jüngsten Prognosen von Gartner zeichnen ein spannendes Bild: Bis 2026 wird Marketing grundlegend anders aussehen. KI wird die Interaktion mit Kunden neu definieren, die Grenzen zwischen den Kanälen verwischen und klassische Strategien umkrempeln.

KI-gestützte digitale Concierges sollen Marketing, Vertrieb und Kundenservice zu einem einheitlichen, nahtlosen Erlebnis verbinden. Das verlangt eine Überarbeitung der heutigen Kanalstrategien. Zugleich hat die Bedeutung von Social Content stark zugenommen: Er ist inzwischen entscheidend für die Sichtbarkeit einer Marke und ihre Relevanz in Suchmaschinen. Bemerkenswerte 62 % der Chief Marketing Officers (CMOs) räumen ein, dass die KI-Automatisierung sie dazu zwingt, Rollen neu zu bewerten und Hierarchien abzuflachen, um Platz für neue hybride Rollen zu schaffen.

Neue Trends deuten darauf hin, dass GenAI mit den großen Plattformen verschmilzt, auf denen persönliche Endgeräte laufen. Das ebnet den Weg für eine stärkere Personalisierung auf Basis von Echtzeitanalysen. Die Verbraucher reagieren auf GenAI-gestützte Shopping-Tools allerdings noch verhalten und zweifeln an der Objektivität der Empfehlungen.

Marketingverantwortliche sind aufgefordert, neue Wege zu gehen und sich auf die Governance von Daten, Inhalten und Kontext zu konzentrieren, damit die Interaktion mit Kunden sicher und ethisch bleibt. Investitionen in Authentizität, gerade in KI-geprägten Social-Media-Strategien, werden entscheidend, um Vertrauen zu erhalten und regulatorische Anforderungen zu erfüllen.

Der PIM-Markt insgesamt dürfte sich deutlich in Richtung Composability bewegen. Marketer sollten deshalb auf schrittweise Veränderungen setzen statt auf große Umstrukturierungen. Klare Kommunikation und transparente Regeln zur Datennutzung werden entscheidend sein, um die Vertrauenslücke zu den Verbrauchern zu schließen. Intern ist nüchterne Begeisterung angebracht: Der Reiz von Agentic Commerce darf nicht den Blick darauf verstellen, welche Kundensegmente am wertvollsten sind.

Die Zukunft des Marketings: Zentrale Prognosen und ihre Folgen

Bis 2028 soll KI zum Auslöser direkter Eins-zu-eins-Interaktionen zwischen Marken und Verbrauchern werden und damit grundlegend verändern, wie Unternehmen mit ihren Kunden umgehen. Budgets für Influencer-Marketing werden sich voraussichtlich zugunsten von Content und der Authentizität von Creators verschieben, um die Sichtbarkeit in KI-gestützter Suche zu verbessern. Marketingabteilungen werden sich zu einer Composable-Struktur entwickeln und KI nutzen, um eigenständige Teams zu fördern, die in einem gemeinsamen Ressourcen-Ökosystem arbeiten.

Hinzu kommt der erwartete Aufstieg von Ambient-Smart-Devices, die 30 % der Markenerlebnisse von Verbrauchern liefern sollen. Für die Markenbindung beginnt damit ein völlig neues Spiel. Trotz dieser Fortschritte könnten GenAI-Shopping-Tools nur begrenzt angenommen werden und bis 2030 weniger als 10 % des E-Commerce-Umsatzes ausmachen.

Die neue Marketing-Ära meistern: Anpassungsfähigkeit und Vertrauensaufbau

Die agentische Ära des Marketings verlangt von Unternehmen eine heikle Balance: Sie müssen innovativ sein und Raum für Experimente lassen, ihre Vorhaben aber zugleich an greifbaren Ergebnissen ausrichten. Die Rolle des CMO steht vor einem tiefgreifenden Wandel, und die Prognosen von Gartner bieten einen Kompass dafür, wie sich Marketing operativ, in der Personalstruktur und in der Kundenansprache weiterentwickeln muss.

Anpassungsfähigkeit in Verbindung mit einem belastbaren Governance-Rahmen erweist sich für CMOs als zentrale Strategie. Dieser Rahmen muss die Genauigkeit der Daten und die Authentizität der Inhalte sicherstellen und damit die Grundwerte Vertrauen und Compliance schützen. Das spiegelt sich deutlich im gesamten PIM-Markt wider. PIM-Systeme werden sich voraussichtlich entlang dieser Verschiebungen entwickeln und KI tiefer integrieren, um personalisiertere, kontextbezogene Produkterlebnisse zu gestalten.

Die Klarheit dieser Prognosen sollte Unternehmen bei ihrer Strategieplanung leiten. Wer diese Veränderungen früh erkennt und sich darauf vorbereitet, verschafft sich einen Vorsprung. Wer zögert, wird womöglich von Wettbewerbern überholt, die sich in diesem neuen Terrain geschickter bewegen.

Diese Erkenntnisse unterstreichen eine breitere Bewegung im PIM-Markt hin zu intelligenten, integrierten Systemen, die stark auf die sich wandelnden Erwartungen und Verhaltensweisen der Verbraucher reagieren. Die Vorstellung, dass KI auf jeder Ebene des Produktinformationsmanagements fest verankert sein wird, deutet auf eine Zukunft, in der Technologie und Marketingstrategie so eng verflochten sind, dass das eine ohne das andere nicht mehr wirksam funktioniert.

Mit dem weiteren Fortschritt der KI müssen Unternehmen im PIM-Umfeld ihre Rolle in diesem sich verändernden Ökosystem kritisch hinterfragen. KI nicht nur als Werkzeug, sondern als grundlegenden Bestandteil von Marketing und PIM-Systemen zu begreifen, könnte über den künftigen Erfolg entscheiden. Der PIM-Markt steht damit an der Schwelle zu spannenden, aber auch herausfordernden neuen Horizonten.

Quelle: Gartner’s 2026 Mainstream Marketing Predictions.

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