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Gartner: Fehlende KI-fähige Daten gefährden 60 % der KI-Projekte
Stephan Spijkers · 2026-02-26 · 3 Min. Lesezeit

Unternehmen bewegen sich auf eine Zukunft zu, in der künstliche Intelligenz (KI) überall mitspielt. Doch auf diesem Weg liegt ein erheblicher Stolperstein: fehlende KI-fähige Daten. Das ist keine technische Randnotiz, sondern ein klarer Handlungsauftrag an Organisationen. Eine aktuelle Umfrage von Gartner zeigt, dass beunruhigende 63 % der Organisationen möglicherweise nicht über das nötige Know-how im Datenmanagement verfügen, um sich im KI-Umfeld wirksam zu bewegen.
Die Folgen dieses Versäumnisses können gravierend sein: Laut Prognose werden bis 2026 rund 60 % der KI-Projekte an unzureichenden Daten scheitern. Während Unternehmen davon träumen, das Potenzial von KI auszuschöpfen, lassen ihre heutigen Arbeitsweisen sie womöglich unvorbereitet auf die Anforderungen eines so tiefgreifenden technologischen Wandels.
Roxane Edjlali, Senior Director Analyst bei Gartner, beschreibt, wie KI klassische Datenpraktiken auf den Kopf stellt. Traditionelle Systeme sind durch Formalismus und Starrheit eingeengt und bremsen die Agilität, die KI-Anwendungen brauchen. Für den Weg zur KI-Readiness empfiehlt Edjlali, schrittweise KI-orientierte Datenpraktiken zu ergänzen, darunter neue Konzepte wie Vektordatenbanken und Retrieval-Augmented Generation. Kombiniert mit einem konsequenten Ausbau von Metadatenmanagement, Data Observability und Data Governance können Organisationen Kurs auf eine Zukunft nehmen, in der Daten KI-Vorhaben nicht nur informieren, sondern aktiv voranbringen.
Edjlali skizziert einen Fahrplan mit Maßnahmen, die die KI-Fähigkeit von Daten sicherstellen: die Ausrichtung der Daten an konkreten KI-Anwendungsfällen, eine strenge Data Governance zur Vermeidung ethischer und rechtlicher Fallstricke, dynamische Metadaten, robuste Datenpipelines sowie konsequente Datenanreicherung und Qualitätssicherung. Wer diese Leitlinien befolgt, reitet womöglich auf der KI-Welle, statt von ihrem Sog verschluckt zu werden.
Die Governance KI-fähiger Daten ist eine Gemeinschaftsaufgabe: eine bereichsübergreifende Zusammenarbeit, die CIOs und CDAOs auffordert, unternehmensweite Governance-Rahmenwerke aufzubauen, damit KI-Anwendungen auf verantwortungsvollen Entscheidungen beruhen. Das beginnt mit einer klaren Verantwortlichkeit auf Vorstandsebene und zieht sich durch alle Entscheidungsebenen des Unternehmens. So bleiben KI-Initiativen an den Geschäftszielen ausgerichtet, während Risiken begrenzt werden.
Gartner, das Unternehmen hinter dieser Warnung, ist eine feste Größe für Business- und Technologie-Insights und bekannt für fokussierte Empfehlungen, an denen sich Unternehmen im unübersichtlichen Gelände moderner Technologie orientieren. Der PIM-Markt, der ohnehin schon mit der Integration unterschiedlichster Datenquellen und Workflows ringt, wird diese Entwicklung besonders deutlich spüren. KI könnte das Potenzial von PIM-Systemen enorm steigern, allerdings nur, wenn sie mit Daten gespeist werden, die gezielt KI-fähig gemacht wurden. Während die KI-Welle anrollt, entscheidet die Fähigkeit von PIM-Systemen, sich an die Datenanforderungen der KI anzupassen, maßgeblich darüber, wie dauerhaft und erfolgreich sie im Handel und darüber hinaus genutzt werden.
Betrachtet man diese Trends, wird klar: Der Weg zur KI-Reife erfordert nicht nur gute Absichten, sondern die richtige Datendisziplin. Die Analyse von Gartner ist eine eindringliche Mahnung, dass jetzt der richtige Zeitpunkt ist, die eigenen Datenpraktiken kritisch zu prüfen und, wo nötig, neu aufzubauen. Nur so beginnt eine Ära, in der KI nicht nur gedeiht, sondern ihre transformativen Versprechen auch einlöst.
Mehr Hintergrund und Einordnung finden Sie in der ausführlichen Analyse und Empfehlung von Gartner (https://www.gartner.com/en/newsroom/press-releases/2025-02-26-lack-of-ai-ready-data-puts-ai-projects-at-risk).
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