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Cloud-PIM oder On-Premise-PIM?

· 2022-07-25 · Aktualisiert am 2026-09-23 · 3 Min. Lesezeit

Cloud-PIM und On-Premise-PIM erledigen dieselbe Aufgabe, nur liegt die Verantwortung woanders. Bevor Sie sich entscheiden, schreiben Sie auf, welche Funktionen Sie brauchen, welche Performance Sie erwarten und welches Budget Sie tatsächlich ausgeben können. Diese Antworten verändern die Kosten für das Tool, das Projekt und die Kompetenzen, die Sie im Haus halten müssen. Sie zeigen außerdem Lücken im heutigen Prozess und wie reif dieser Prozess ist.

Vergleichen Sie den Return on Investment beider Optionen vor diesem Hintergrund. Teuer ist die Variante, die auf dem Papier günstiger aussieht und dann nur zur Hälfte genutzt wird.

Was ist On-Premise-PIM?

Ein On-Premise-PIM läuft auf Ihren eigenen Servern. Sie kaufen eine Lizenz, betreiben die Software selbst und sind für Wartung und Integration verantwortlich. Das bedeutet in der Regel eigens dafür abgestellte Mitarbeitende. Sie behalten die Kontrolle über die Produktdaten, und diese bleiben auf Infrastruktur, die Sie selbst verwalten. Bei sensiblen Daten oder in einer regulierten Branche ist genau diese Kontrolle oft der Grund, bei On-Premise zu bleiben.

Zur Lizenz kommen die Kosten für Hardware, Wartung und Personal hinzu.

Vorteile

  • Die Software läuft bei Ihnen vor Ort.
  • Sie speichern und verwalten Produktinformationen auf Infrastruktur, die Sie kontrollieren.
  • Der Datenabruf kann in Ihrem eigenen Netzwerk bleiben.
  • Sie warten nicht auf ein gemeinsames Release, um einen Versionskonflikt in Ihrem eigenen Stack zu lösen.

Nachteile

Die Anfangsinvestition ist höher, und Sie binden sich gleichzeitig an Software, Hardware und Infrastruktur. Individuelle Anpassungen verlängern die Einführung, und jedes Upgrade des Herstellers muss gegen diese Anpassungen geprüft werden. Wartung und Patches übernehmen Sie ebenfalls selbst. Ohne verfügbare IT-Kapazität stapelt sich diese Arbeit.

On-Premise und SaaS sind zwei Arten, diesen Stack aufzuteilen. Den Vergleich Ebene für Ebene finden Sie unter On-Premise oder Software as a Service (SaaS).

Was ist Cloud-PIM?

Ein Cloud-PIM wird vom Anbieter extern gehostet, typischerweise auf Tier-1-Infrastruktur wie Amazon Web Services oder Google. Sie greifen auf Produktdaten zu, ohne die Installation selbst zu betreiben. Dieselbe Plattform soll einen kleinen Katalog ebenso abdecken wie einen Katalog mit Millionen Artikeln, und Sie sparen sich den Kompatibilitätsaufwand einer lokalen Installation.

Vorteile

  • Mitarbeitende können auch von außerhalb des Büros auf das System zugreifen.
  • Sie betreiben weniger Hardware, weil die Daten beim Hoster liegen.
  • Zusätzliche Nutzer oder Kapazität sind eine Änderung auf Anbieterseite.
  • Die Daten liegen nicht nur auf einer lokalen Festplatte, ein gestohlener Laptop oder ein ausgefallener Büroserver wiegt also weniger schwer.
  • Der Einstiegspreis liegt oft unter dem einer On-Premise-Lizenz plus Hardware. Deshalb starten kleinere Teams häufig hier.

Nachteile

Gemeinsam genutzte Infrastruktur ist eine Sicherheitsfrage: Sensible Produktdaten liegen auf Servern, die der Anbieter auch für andere Kunden nutzt. Die Anpassungsmöglichkeiten sind meist enger. Über einen langen Vertrag können die Gesamtkosten die einer On-Premise-Umgebung übersteigen, auch wenn der Einstieg günstiger ist, der Go-live schneller erfolgt und Skalieren keinen Serverkauf bedeutet.

Wie Sie sich entscheiden

Einen Standardsieger gibt es nicht. Die falsche Bereitstellungsform zeigt sich später: als System, das niemand befüllt, als langsame Oberflächen, schwache Daten und als Kostenposten, der nicht mehr zum Katalog passt. Lesen Sie die Abwägungen oben vor dem Hintergrund der Funktionen, der Performance und des Budgets, die Sie zu Beginn notiert haben.

Wenn noch offen ist, welches Produkt passt, grenzt der PIM-Scan das Feld anhand dieses Anforderungsbilds auf fünf Optionen ein.

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