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HEMA Podcast 1: Die Zukunft der Produktdaten

Abygail · 2025-10-13 · 5 Min. Lesezeit

In dieser Folge des Video-Podcasts von PIMVendors geht es um die Reife von Organisationen im Umgang mit Produktdaten und Product Information Management (PIM). Die Gäste teilen ihre Einschätzungen zur Rolle von Implementierungspartnern, zur Bedeutung eines guten Datenmodells und zum Einfluss von Führung auf die Datenreife in Organisationen. Betont wird, dass reichhaltige Produktdaten für den Erfolg im Onlinevertrieb unverzichtbar sind und dass die Zusammenarbeit zwischen IT und Fachbereich entscheidend ist. Auch Schulung und Unterstützung für Lieferanten kommen als wichtige Erfolgsfaktoren zur Sprache.

Falls Sie die Session verpasst haben, können Sie sich hier das komplette Video ansehen:

https://www.youtube.com/embed/GNwtrjr_bAk?feature=oembed

Referenten:

  • Stephan Spijkers, Mitgründer, PIMvendors.com
  • Annemarie Auping, Master Data Team Lead, Outdoor Life Group
  • Sharon Vestering, Digital Product Owner, HEMA
  • Nico Noort, Account Manager, XSARUS PIM Masters

Erkenntnisse aus dieser Session:

Warum müssen Organisationen den Wert von Produktdaten erkennen? Produktdaten sind das Rückgrat des digitalen Handels. Ohne genaue, vollständige und konsistente Produktinformationen fällt es Kunden schwer, eine Kaufentscheidung zu treffen, vor allem im E-Commerce. Organisationen, die den Wert von Produktdaten verstehen, sehen sie nicht länger als Nebensache, sondern als strategisches Mittel, um das Kundenerlebnis zu verbessern, Kosten zu senken und die Time-to-Market zu verkürzen. Diese Erkenntnis ist der erste Schritt hin zu datengetriebenem Arbeiten und zu einem Wettbewerbsvorteil.

Warum ist ein gutes Datenmodell für den Erfolg unverzichtbar? Ein solides Datenmodell legt fest, wie Produktinformationen strukturiert, gespeichert und geteilt werden. Ohne ein durchdachtes Datenmodell entsteht schnell Chaos: Inkonsistenzen, doppelte Daten und ineffiziente Prozesse. Ein gutes Modell bietet eine klare Hierarchie und eindeutige Beziehungen zwischen Attributen und ermöglicht Skalierbarkeit. Es bildet die Grundlage für Automatisierung, die Integration mit anderen Systemen und eine zukunftssichere Data Governance.

Warum ist PIM keine einmalige Lösung, sondern ein fortlaufender Prozess? Product Information Management (PIM) ist kein Projekt, das man „abschließt“, sondern ein fortlaufender Prozess, der sich mit Ihrer Organisation und den Anforderungen des Marktes weiterentwickelt. Sortimente verändern sich, neue Kanäle kommen hinzu, die Erwartungen der Kunden wachsen, und deshalb müssen sich auch Ihr PIM-System und die dazugehörigen Prozesse mitbewegen. Regelmäßige Pflege, Optimierung und Erweiterung der Daten sind entscheidend für dauerhaften Erfolg.

Welche Rolle spielt Führung bei der Datenreife? Starke Führung ist unverzichtbar, um Daten auf die Agenda zu bringen und dort zu halten. Führungskräfte müssen nicht nur die Bedeutung guter Produktdaten vermitteln, sondern auch aktiv in die richtigen Mittel, Menschen und Prozesse investieren. Sie wirken als Botschafter des Wandels, sorgen für Abstimmung zwischen den Abteilungen und fördern eine Kultur, in der Datenqualität und Verantwortung im Mittelpunkt stehen. Ohne Führung gerät die Entwicklung der Datenreife ins Stocken.

Wie führen reichhaltige Produktdaten zu mehr Umsatz? Verbraucher treffen schneller und häufiger Kaufentscheidungen, wenn ihnen vollständige, verlässliche und ansprechende Produktinformationen vorliegen. Reichhaltige Daten, etwa ausführliche technische Daten, klare Beschreibungen, gute Bilder und relevante Videos, steigern die Conversion, senken die Retourenquote und verbessern die Kundenzufriedenheit. Außerdem ermöglichen sie es Organisationen, besser zu personalisieren und im Marketing relevanter zu sein.

Warum ist die Schulung von Lieferanten wichtig für den Erfolg? Viele Produktdaten kommen direkt von Lieferanten. Wissen diese nicht, welche Anforderungen die Daten erfüllen müssen, etwa bei Format, Vollständigkeit oder technischen Angaben, entstehen Qualitätsprobleme. Wenn Lieferanten im Umgang mit PIM-Systemen und Datenstandards geschult werden, wird der Input konsistenter und verlässlicher. Das reduziert manuelle Arbeit und beschleunigt die Veröffentlichung.

Warum ist die Zusammenarbeit zwischen IT und Fachbereich notwendig? PIM ist eine technische und eine fachliche Herausforderung zugleich. Die IT-Abteilung kümmert sich um Systeme und Integrationen, während der Fachbereich bestimmt, welche Daten gebraucht werden, wie sie aussehen müssen und was Priorität hat. Ohne gute Zusammenarbeit entstehen Diskrepanzen zwischen dem, was technisch möglich ist, und dem, was die Organisation braucht. Gemeinsame Verantwortung sorgt dafür, dass das System die Unternehmensziele optimal unterstützt.

Warum ist es klug, klein anzufangen und trotzdem klare Ziele zu setzen? PIM-Implementierungen können komplex sein. Wer klein startet, etwa mit einer Produktgruppe oder einem Kanal, begrenzt die Risiken und lernt unterwegs, was funktioniert. Gleichzeitig ist es wichtig, eine klare langfristige Vision und Ziele zu formulieren. So behalten Sie den Fokus, vermeiden eine Zersplitterung und sorgen dafür, dass alle Schritte zum großen Ganzen beitragen.

Warum betreffen Produktdaten so viele verschiedene Abteilungen? Produktdaten werden nicht nur im Marketing oder im E-Commerce genutzt, sie spielen auch im Einkauf, in der Logistik, im Kundenservice, im Vertrieb und in der Compliance eine Rolle. Jede dieser Abteilungen hat andere Bedürfnisse und einen anderen Blick auf die Daten. Deshalb ist ein multidisziplinärer Ansatz entscheidend, damit die Daten die Anforderungen aller Stakeholder erfüllen und optimal genutzt werden können.

Wie beeinflusst die Reife einer Organisation die Implementierung eines PIM? Die Datenreife einer Organisation bestimmt in hohem Maße, wie reibungslos eine PIM-Implementierung verläuft. Organisationen, die bereits Erfahrung mit Datenmanagement haben, klare Prozesse nutzen und eine Datenkultur entwickelt haben, ziehen schneller Nutzen aus einem PIM-System. Weniger reife Organisationen müssen zuerst mehr Arbeit in Bewusstsein, Struktur und Prozessgestaltung stecken, bevor sie die Früchte der Technologie ernten können.

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