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PIM-Taxonomie: Mehr, als man auf den ersten Blick sieht
Stephan Spijkers · 2022-06-28 · Aktualisiert am 2026-09-23 · 2 Min. Lesezeit

Eine Produkttaxonomie ist die Klassifizierung, auf der Ihr PIM und Ihre Kanäle tatsächlich laufen. Ist sie fehlerhaft, geraten Suche, Attribute und Lieferantenfeeds aus dem Takt.
Was eine Produkttaxonomie ist
Eine Taxonomie (griechisch für „Gesetze der Ordnung“) ist eine verbindliche, begrenzte Liste von Begriffen, Namen, Bezeichnungen oder Kategorien. Jeder Begriff steht für genau ein eindeutiges Konzept (Encyclopedia of Knowledge Organization).
Auf einer Website könnte ein Kunde, der die neuesten Badeshorts für Herren sucht, diesen Pfad gehen:
Herrenbekleidung < Sommerbekleidung < Bademode
Dieser Pfad ist eine Produkttaxonomie. Sie unterstützt Indexierung, Tagging, Kategorisierung und Metadaten und sorgt dafür, dass Produkte gefunden werden, wenn jemand stöbert oder sucht. Die Struktur ist hierarchisch: Der Kunde klickt auf Herrenbekleidung, bevor er zum Produkt gelangt.
Um eine Taxonomie aufzubauen, braucht es echte Produktkenntnis und eine klare Vorstellung davon, welche Ordnung ein Kunde akzeptiert. Er sollte ohne Wegweiser bei dem Produkt landen, für das er gekommen ist. Milch und Joghurt gehören ins Kühlregal für Molkereiprodukte, nicht neben die Gewürze.
Was eine funktionierende Taxonomie verändert
Mit einer strukturierten Taxonomie steuern Sie das bestehende Sortiment und erschließen neue Bereiche. Sie kann das Suchmaschinenranking verbessern, die Conversion steigern und damit den Umsatz.
Ein richtig eingerichtetes PIM ordnet die richtigen Attribute dem richtigen Zweig zu. Kaffeetassen erben nicht die Maße von Verlängerungskabeln, und Käufern werden keine Spezifikationen angezeigt, die zu einem anderen Produkt gehören. Über die Taxonomie erfassen Sie Produktdaten außerdem normalisiert und einheitlich. Anschließend können Sie Redundanzen prüfen, Produkte dem richtigen Zweig zuordnen und genau kontrollieren, was Sie veröffentlichen.
Wenn Sie Google AdSense nutzen, kann ein falsch kategorisiertes Produkt bei Suchanfragen erscheinen, die nicht passen. Die Klicks steigen, die Conversions sinken. Unter Umständen müssen Sie in Shopping-Kampagnen auch höher bieten, nur um bei den passenden Suchanfragen überhaupt zu erscheinen.
Dieselbe Struktur zählt auch auf dem Weg hinein. Über Klassifizierungen binden Sie externe Content-Lieferanten an. Ein PIM, das Standards wie GS1 oder ETIM folgt, ermöglicht es Ihnen, Produktinhalte einzukaufen und mit relativ wenig Nacharbeit online zu stellen. Produkte erscheinen so viel schneller auf der Website und sind damit auch schneller kaufbar.
Hervorgehobene Kategorien sind die sichtbare Seite dieser Struktur: Sie lenken die Aufmerksamkeit auf die Aktionen, die Sie gerade fahren.
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