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Wissensdatenbank · Signal · · Aktualisiert am 2026-10-22

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Tesco ersetzt den Barcode bei 13 Sorten Eigenmarkenwurst

Tesco ersetzt bei 13 Wurstsorten der Eigenmarke den Barcode durch einen QR-Code. An der Kasse identifiziert der Code weiterhin das Produkt. Mit dem Smartphone lassen sich über dasselbe Quadrat weitere Produktinformationen aufrufen. Der Code ist nur so gut wie der Datensatz, den er öffnet.

The Independent vom 17. April 2026 berichtete über die Umstellung. Tesco nannte sie eine Premiere unter den Supermärkten in Großbritannien. Zu den 13 Sorten gehören Tesco Pork Sausages, Tesco Pork Chipolatas, Tesco British Pork Sausage Meat, British Cumberland Sausages und British Lincolnshire Sausages. Wie viele Filialen beteiligt sind, nennt der Bericht nicht.

Am Bezahlen ändert sich für die Kunden nichts, so Peter Draper, Development and Change Director von Tesco. Neu ist der Zugang über das Smartphone. Nährwerte, Rückverfolgbarkeit, Rezepte und Gewinnspiele sind die Beispiele im Bericht. Tesco sagte, die Codes sollten Bestellung, Bestandsführung und Lebensmittelabfall verbessern. Zahlen nennt Tesco für keinen der drei Punkte. Draper beschrieb auch eine spätere Richtung: personalisierte Werkzeuge, mit denen Kunden ihre Lebensmittel zu Hause verwalten. Das ist eine Absicht, keine gemessene Funktion.

Operativ geht es um den Rückruf. Laut Bericht kann der Händler mit einem QR-Code eine einzelne Charge bestimmen, statt die ganze Sorte zurückzurufen. Außerdem könne er den betroffenen Artikel an der Kasse sperren und Kunden kontaktieren, die ihn gekauft haben. Das funktioniert, wenn sowohl die Kasse als auch der Kundendatensatz die Charge auf der Packung kennen. Eine statische Produktkarte kann die Charge nicht benennen.

Anne Godfrey, Chief Executive von GS1 UK, sagte, Tesco stelle in diesem Sortiment auf QR-Codes auf Basis von GS1 um. Sie beschrieb sie als die nächste Generation der Barcodes, die umfangreichere Produktinformationen tragen. Wie eine GTIN, eine Charge und die aufgerufene Zielseite in ein PIM passen, steht in Produktklassifikation und GS1.

Wer diesen Code auf eine Packung setzt, hat zwei Entscheidungen zu treffen: wer den Nährwert oder die Herkunft ändern darf, die der Code öffnet, und wie schnell ein Chargenrückruf die Kasse erreicht. Chargendaten liegen oft im Lieferkettensystem, die Seite, die der Kunde öffnet, bei den Produktinhalten. Wo das ERP aufhört und das PIM beginnt ist diese Grenze. Produktdatenqualität und Data Governance klärt, wer die Aussage ändern darf, zu der der Code führt, und wie die Änderung nachvollziehbar protokolliert wird. Der Commerce-Stack erklärt zeigt den Rest des Wegs: Kasse, Produktdatensatz und Seite sind drei Systeme, und der QR-Code ist der Eingang.

Die Kehrseite ist ein Versprechen, das dauerhaft gelten muss. Ein Code, der eine Seite öffnet, muss noch Jahre später die richtige Seite öffnen, auch am Tag eines Rückrufs. Das Quadrat zu drucken ist der einfache Teil.

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