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Wissensdatenbank · Core · · Aktualisiert am 2026-11-03

Core · Leitfaden

Beste PIM-Software für mittelständische Hersteller 2026

Zuletzt aktualisiert: 3. November 2026.

Für einen mittelständischen Hersteller in Deutschland gibt es nicht die eine beste PIM-Software, wohl aber eine kurze Liste, die zu Ihrem ERP und Ihren Vertriebskanälen passt. Mit Microsoft Dynamics 365 bietet Perfion die direkteste dokumentierte Anbindung. SAP-zentrierte Hersteller finden bei Viamedici, Stibo Systems und Centric PXM (ehemals Contentserv) dokumentierte SAP-Schnittstellen. Wer technische Kataloge mit ETIM, ECLASS, BMEcat und Print pflegt, landet häufig bei crossbase, mediacockpit oder ATAMYA (ehemals eggheads). Pimcore und Akeneo passen, wenn Sie ein offenes, flexibles Datenmodell wollen und eine eigene IT oder einen Partner für die Integration haben.

Die Tabelle unten vergleicht elf Anbieter nach den Kriterien, die mittelständische Hersteller in Ausschreibungen am häufigsten stellen: Anbindung an SAP und Microsoft Dynamics, Unterstützung von ETIM und ECLASS, Hosting in der EU und Bereitstellung. Jede Zelle stammt aus der Dokumentation des Anbieters, die wir am 3. November 2026 geprüft haben. Wo wir nichts gefunden haben, steht „nicht dokumentiert“. Das heißt nicht, dass die Funktion fehlt, sondern dass Sie danach fragen müssen.

Welche PIM-Software passt zu mittelständischen Herstellern?

AnbieterGeeignet fürERP-Anbindung SAP / Microsoft DynamicsETIM / ECLASSHosting in der EUBereitstellung
PerfionHersteller und Großhändler mit Microsoft Dynamics oder SAP Business One, Print und E-Commerce aus einem DatensatzEigene Integrationen für Dynamics 365 Business Central und SAP Business One, Factsheets für Dynamics 365 Finance und SAP S/4HANANicht dokumentiert (Integration mit dem Datenpool 2BA gelistet)SaaS mit Azure-Speicher, Region nicht dokumentiertSaaS
crossbaseIndustrieunternehmen mit technischen Spezifikationen, CAD-Daten und automatisierter KatalogproduktionStandard-ERP-Schnittstelle (XML, Webservice, REST), SAP und Microsoft Dynamics (Axapta, Navision) genanntECLASS, ECLASS Advanced, ETIM, ETIM MC und UNSPSC, BMEcat 1.2 und 2005Serverstandort DeutschlandOn-Premise, Private Cloud, SaaS
Centric PXM (ehemals Contentserv)Hersteller und Marken mit großen Sortimenten, Lieferanten-Onboarding und vielen KanälenSAP über die Marketplace-App „SAP Integration“ von SDZeCOM (IDoc/MATMAS), Dynamics nicht dokumentiertETIM und ECLASS über die Classification Library, BMEcat-ExportAWS, Verarbeitungsort Deutschland laut SubprozessorlisteSaaS
ViamediciSAP-zentrierte Hersteller mit konfigurierbaren Produkten und Print- und DigitalkatalogenSAP-zertifiziert, bidirektionaler Austausch von Stammdaten, Dynamics nicht dokumentiertETIM, ECLASS und GS1Cloud-agnostisch (AWS, Azure, eigene Sovereign Cloud), Standort nicht dokumentiertCloud, hybrid, On-Premise
Stibo SystemsGrößere Mittelständler und Konzerne, die Produkt-, Lieferanten- und Kundenstammdaten zusammen steuernSAP-zertifizierte IDoc-Konnektoren für R/3, ECC und S/4HANA, Dynamics nicht dokumentiertETIM (dynamisch mit Zusatzlizenz), ECLASS Advanced, BMEcat 1.2 und 2005SaaS auf Microsoft Azure, Region nicht dokumentiertSaaS auf Azure, weitere Formen nicht dokumentiert
mediacockpitHersteller, die PIM, DAM und Print über InDesign eng beieinander brauchenSAP über Java Connector, RFC, HTTP Connector und IDoc, Dynamics über die eigene REST-APIETIM und ECLASS laut Anbieter nativ, BMEcat über das Zusatzprodukt e-proCATNicht dokumentiertSaaS, On-Premise, eigene Cloud
ATAMYA (ehemals eggheads)Hersteller mit Katalogproduktion und Syndizierung an viele KanäleSAP und Microsoft Dynamics als angebundene ERP-Systeme genannt, ohne DetailsBMEcat, ETIM, ECLASS und UNSPSCNicht dokumentiertSaaS
novomind iPIMHersteller und Händler mit großen Sortimenten und Commerce-FokusERP über REST-Schnittstellen, SAP über Middleware (Proclane), Dynamics nicht dokumentiertETIM-Logo bei den Mitgliedschaften, Umfang nicht dokumentiert, ECLASS nicht dokumentiertEigenes Rechenzentrum in FrankfurtSaaS, Private Cloud
PimcoreHersteller mit eigener IT oder Partner, die ein offenes Datenmodell und PIM, DAM und MDM auf einer Plattform wollenSAP ERP und S/4HANA über API und Partner, Dynamics 365 als Konnektor genanntETIM nativ, ECLASS über den Classification Store, BMEcat über ein Add-on im Pimcore StorePaaS in europäischen Rechenzentren, Land nicht genanntPaaS, Self-Hosting
AkeneoHersteller mit Fokus auf E-Commerce, Marken-Content und viele SprachenAccelerators für S/4HANA (SAP BTP Integration Suite nötig), Dynamics nur über Partner-AppsÜber die Partner-App CatalogExpress (nexoma), inklusive BMEcatGoogle Cloud, Region Deutschland in der IP-ListeSaaS, PaaS, Community Edition selbst gehostet
inriverHersteller und Marken mit vielen Kanälen und Print aus demselben ModellZertifizierter Connector für S/4HANA Public Cloud (seit Mai 2026), Dynamics nur indirekt über Sana CommerceETIM über die Partner-Erweiterung von Ctac (mit BMEcat), ECLASS nicht dokumentiertAzure-Rechenzentren in der EU oder den USASaaS

Die Reihenfolge folgt den Segmenten unten und ist keine Rangfolge. „Nicht dokumentiert“ bedeutet: Auf den Seiten des Anbieters, die wir geprüft haben, steht dazu nichts. Stellen Sie genau diese Punkte in Ihrer Ausschreibung als Frage.

Welche PIM-Software ist für welchen Hersteller am besten geeignet?

Am besten geeignet bei Microsoft Dynamics im Haus: Perfion. Perfion hat eigene Integrationsseiten für Dynamics 365 Business Central und SAP Business One und ein Factsheet für Dynamics 365 Finance. Das ist die passende Kombination für einen Mittelständler, der Artikelstamm und Preise im ERP pflegt und daraus Onlineshop, Datenblätter und Katalog speisen will. Weil die aktuelle Website ETIM und ECLASS nicht nennt, fragen Sie danach, wenn Sie den technischen Großhandel beliefern.

Am besten geeignet bei SAP als führendem System: Viamedici, Stibo Systems und Centric PXM. Stibo Systems dokumentiert SAP-zertifizierte IDoc-Konnektoren für R/3, ECC und S/4HANA und ist eher für größere Mittelständler mit Stammdatenprogramm über das Produkt hinaus gebaut. Viamedici bezeichnet sich als SAP-zertifiziert, verbindet PIM mit einem Konfigurator und passt zu variantenreichen Produkten. Bei Centric PXM kommt die SAP-Anbindung als App von SDZeCOM, einem deutschen Implementierungspartner. Klären Sie also, wer sie pflegt. Perfion (S/4HANA), Akeneo und inriver haben ebenfalls SAP-Wege, die aber an bestimmte Editionen oder SAP BTP gebunden sind.

Am besten geeignet für technische Kataloge mit ETIM, ECLASS und Print: crossbase, mediacockpit und ATAMYA. crossbase dokumentiert ECLASS, ECLASS Advanced, ETIM, ETIM MC und BMEcat ausdrücklich und bietet On-Premise, Private Cloud und SaaS mit Serverstandort Deutschland. mediacockpit verbindet PIM, DAM und InDesign-Publishing. ATAMYA kommt aus der Katalogproduktion und nennt BMEcat, ETIM und ECLASS.

Am besten geeignet, wenn die Daten in Deutschland liegen sollen: novomind iPIM, crossbase und Centric PXM. novomind betreibt iPIM im eigenen Rechenzentrum in Frankfurt, crossbase nennt den Serverstandort Deutschland, Centric PXM listet AWS mit Verarbeitungsort Deutschland. Bei novomind sollten Sie die SAP-Anbindung und die ETIM-Unterstützung in der Demo zeigen lassen, denn beides ist nur knapp dokumentiert.

Am besten geeignet bei eigener IT und dem Wunsch nach einem offenen Datenmodell: Pimcore und Akeneo. Pimcore unterstützt ETIM laut eigener Angabe nativ und lässt sich selbst hosten. Akeneo hat mit der Community Edition einen kostenlosen Einstieg, ETIM, ECLASS und BMEcat kommen dort aber über eine Partner-App. Beide brauchen einen Partner oder ein eigenes Team für die ERP-Integration.

Am besten geeignet für viele digitale Kanäle und Marken-Content: inriver und Akeneo. Beide sind SaaS-PIMs mit starker Ausrichtung auf E-Commerce und Syndizierung. Für klassische Anforderungen im technischen Großhandel brauchen beide Partnerlösungen.

Wie wichtig ist die ERP-Anbindung an SAP oder Microsoft Dynamics?

Für einen Hersteller ist die ERP-Anbindung meist die teuerste einzelne Position im Projekt. Das ERP hält Artikelnummern, Preise, Bestände und oft die Grunddaten, das PIM-System ergänzt, was die Kanäle brauchen. Wenn diese Verbindung nicht sauber läuft, pflegen Ihre Mitarbeiter Daten doppelt, und das PIM-System wird zum nächsten Datensilo.

In der Tabelle verbergen sich drei sehr unterschiedliche Arten von Anbindung:

  • Eigener, zertifizierter Konnektor des Anbieters. Beispiele sind die SAP-zertifizierten IDoc-Konnektoren von Stibo Systems oder der S/4HANA-Connector von inriver. Der Anbieter pflegt ihn bei neuen Releases, Sie zahlen ihn aber oft als Zusatzmodul.
  • Partner-App oder Marketplace-Erweiterung. Die SAP-App für Centric PXM stammt von SDZeCOM, die Dynamics-Wege bei Akeneo kommen von iPaaS-Anbietern. Das funktioniert, aber Support, Updates und Haftung liegen beim Partner.
  • Anbindung über API oder Middleware. Pimcore, novomind und viele andere lassen sich über REST, ein iPaaS oder eine Middleware anbinden. Das ist flexibel, bedeutet aber ein eigenes Integrationsprojekt.

Fragen Sie jeden Kandidaten, welche SAP-Version oder welches Dynamics-Produkt er konkret unterstützt (S/4HANA ist nicht ECC, Business Central ist nicht Finance and Operations), in welche Richtung die Daten fließen und wer bei einem ERP-Update testet. Legen Sie vorher je Feld fest, welches System führend ist. Die Abgrenzung beschreiben wir in wo das ERP aufhört und das PIM beginnt und in PLM- und PIM-Integration.

PIM, ERP, PLM und PDM bei einem Hersteller: wer ist wofür zuständig
SystemWofür es zuständig istWer damit arbeitetDie Frage, die es beantwortet
PIMProduct Information ManagementSie sind hierVerkaufsfähige Produktinhalte: Attribute, Beschreibungen, Asset-Verknüpfungen, Übersetzungen und Kanalversionen.E-Commerce, Marketing, Category Management und Produktcontent-Teams.Ist dieses Produkt vollständig und bereit für den Verkauf in diesem Kanal?
ERPEnterprise Resource PlanningLeitfaden zu ERPTransaktionen und Betrieb: Aufträge, Bestand, Einkauf, Preise und Finanzen.Finanzen, Supply Chain, Einkauf und Vertriebsinnendienst.Was haben wir eingekauft, hergestellt, verkauft, versandt und fakturiert?
PLMProduct Lifecycle ManagementLeitfaden zu PLMDas Produkt während Design und Entwicklung: Spezifikationen, Stücklisten, Änderungen und Compliance.F&E, Engineering, Qualität und Beschaffung.Was genau stellen wir her, und welche Version ist freigegeben?
PDMProduct Data ManagementLeitfaden zu PDMKonstruktionsdateien und technische Daten: CAD-Modelle, Zeichnungen und Revisionen.Ingenieure und Produktdesigner.Welche Revision dieses Designs ist aktuell?

Brauchen Hersteller ETIM- und ECLASS-Unterstützung im PIM?

Wenn Sie über den technischen Großhandel verkaufen, ja. Elektro-, Sanitär- und Haustechnikgroßhändler erwarten Produktdaten nach ETIM, meist als BMEcat-Datei. ECLASS ist im industriellen Einkauf und in vielen Beschaffungssystemen verbreitet. Mit beiden Standards kann ein Distributor Ihr Produkt anhand derselben Merkmale mit dem eines Wettbewerbers vergleichen, deshalb besteht er darauf.

Für die Auswahl zählen vier Fragen. Unterstützt das System den Standard selbst, oder brauchen Sie eine Partner-App wie bei Akeneo und inriver? Welche Versionen beherrscht es, und wie spielen Sie ein neues Release ein? Kostet der Standard eine Zusatzlizenz, wie das dynamische ETIM-Paket bei Stibo Systems? Und wie entsteht der BMEcat-Export: im Kern, als Add-on oder über ein separates Produkt wie e-proCAT bei mediacockpit? Ein neues ETIM-Release kann Klassen und Merkmale ändern, und jedes Produkt in diesen Klassen muss dann geprüft werden. Mehr dazu in unserem Leitfaden zur Produktklassifizierung mit GS1, ETIM und ECLASS.

Warum spielt das Hosting in der EU für Hersteller eine Rolle?

Produktdaten sind selten personenbezogen, die Nutzerkonten, Lieferantenkontakte und Freigabeprotokolle im PIM-System aber schon. Viele mittelständische Hersteller haben außerdem interne Vorgaben, dass Stammdaten in der EU oder in Deutschland liegen. Deshalb gehört der Rechenzentrumsstandort in jede Ausschreibung.

Die Dokumentation ist hier sehr unterschiedlich. novomind, crossbase und Centric PXM nennen Deutschland, inriver nennt Azure-Rechenzentren in der EU, Akeneo eine Region Deutschland auf Google Cloud. Stibo Systems und Perfion nennen Microsoft Azure ohne Region, mediacockpit und ATAMYA machen keine Angabe. Fragen Sie nach der Subprozessorliste, dem Standort von Backups und Support-Zugriffen und lassen Sie das im Auftragsverarbeitungsvertrag festhalten. Die Abwägung zwischen SaaS und eigenem Betrieb beschreiben wir unter On-Premise oder SaaS.

Was muss ein PIM-System für Hersteller außerdem leisten?

Neben ERP, Klassifizierung und Hosting entscheiden fünf Punkte darüber, ob ein System Ihre Daten tragen kann:

  • Technische Spezifikationen mit Einheiten. Jede Spezifikation ist ein eigenes Attribut mit Einheit, umrechenbar je Markt. Freitext im ERP lässt sich nicht filtern und nicht auf das Format eines Distributors abbilden.
  • Varianten und konfigurierbare Produkte. Das Modell speichert gemeinsame Eigenschaften einmal und hält die Regeln fest, welche Optionen sich kombinieren lassen. Bei Engineer-to-Order klären Sie früh, ob der Konfigurator im PIM, in einem CPQ-Tool oder im ERP liegt.
  • Ersatzteile und Beziehungen. Nachfolgeteile, Zubehör und Kompatibilität mit Maschinen und Seriennummern sind der Bereich, in dem sich generische PIM-Systeme und spezialisierte Aftermarket-Lösungen am stärksten unterscheiden.
  • Dokumente mit Versionierung. Datenblätter, Handbücher, Zeichnungen und Zertifikate brauchen Versionen und Gültigkeitsdaten, damit kein veraltetes Datenblatt beim Kunden landet.
  • Compliance und Digitaler Produktpass. Erklärungen, Stoffdaten und die Daten für den Digitalen Produktpass gehören als Attribute mit Verantwortlichen ins System, nicht als lose PDFs.

Was kostet PIM-Software für mittelständische Hersteller?

Als Budgetband für den Mittelstand rechnen wir im ersten Jahr mit etwa 50.000 bis 250.000 € inklusive Implementierung und in den Folgejahren mit 30.000 bis 150.000 € pro Jahr. Die Unternehmensgröße allein entscheidet nicht über das Band: Ein kleiner Hersteller mit tiefem technischem Sortiment, Ersatzteilen und ETIM-Pflicht kann hier landen. Den größten Teil des ersten Jahres machen meist ERP-Integration und Datenmigration aus, nicht die Lizenz.

Wie sich das auf Lizenz, Implementierungspartner, Integrationen, Migration, Schulung und Betrieb verteilt, zeigt unser Leitfaden Was kostet ein PIM-System inklusive Implementierung?. Mit dem Kostenrechner erhalten Sie eine erste Schätzung für Ihr Segment.

Wie erstellen Sie als Hersteller Ihre PIM-Shortlist?

  1. Führende Systeme festlegen. Notieren Sie für jede Datenart, ob ERP, PLM oder PIM führend ist. So sehen Sie, was das PIM-System importieren muss und was es nie überschreiben darf.
  2. Formate der Vertriebspartner auflisten. ETIM- und ECLASS-Version, BMEcat, Datenpools, Händlerportale, Marktplätze, Print. Fragen Sie Ihre größten Distributoren, was sie im nächsten Jahr erwarten.
  3. Nach den harten Kriterien filtern. ERP-Anbindung für Ihre konkrete Version, Klassifizierung, Hosting und Bereitstellung. Die Tabelle oben oder der kostenlose PIM Scan helfen beim ersten Filter.
  4. Drei Anbieter zu einer vorgegebenen Demo einladen. Geben Sie eine echte Produktfamilie mit Varianten, Ersatzteilen, Dokumenten, zwei Sprachen und einem BMEcat-Export vor. Lassen Sie die Menschen bewerten, die diese Daten heute pflegen.
  5. Kosten über drei bis fünf Jahre vergleichen. Lizenz, Konnektoren, Partner-Apps, Implementierung und Verlängerungsklauseln. Die Methode beschreiben wir in das richtige PIM-System auswählen und im Leitfaden zur PIM-Ausschreibung (RFP).

Welche Anbieter sollten Sie zusätzlich prüfen?

Je nach Ihrem schwierigsten Datenproblem gehören weitere Anbieter auf die Longlist. Für diese Systeme haben wir die Tabellenkriterien nicht vollständig geprüft. Nutzen Sie die Profile als Ausgangspunkt.

  • Lobster_pim kommt von Lobster, einem deutschen Anbieter für Datenintegration. Interessant ist es für Hersteller, die PIM und EDI- oder ERP-Integration aus einer Hand wollen. Die Lobster Cloud läuft laut Dokumentation auf AWS in europäischen Rechenzentren, standardmäßig in Frankfurt. Die PIM-Produktseite konnten wir beim Prüfen nicht abrufen. Siehe das Profil von Lobster_pim.
  • Signifikant ist eine Aftermarket-Plattform für OEMs, deren Servicegeschäft am richtigen Ersatzteil hängt, mit Filterung nach Maschine und Seriennummer. Für Feeds an Distributoren steht sie meist neben einem anderen PIM-System. Siehe das Profil von Signifikant.
  • censhare verbindet DAM, PIM und Content-Management und passt zu Herstellern mit viel Marketing- und Medieninhalt. Testen Sie die Tiefe der technischen Attribute mit einer echten Produktfamilie. Siehe das Profil von censhare.
  • Bluestone PIM ist ein SaaS-PIM mit API-first-Architektur für Hersteller, die einen Composable Stack betreiben. Konnektoren wie BMEcat bauen oder kaufen Sie selbst. Siehe das Profil von Bluestone PIM.
  • Katana PIM hat in einer unserer Lightning Demos zur Fertigung gezeigt, wie es Ersatzteile über Produktbeziehungen verwaltet. Siehe das Profil von Katana PIM.

Wenn Sie vor allem über den technischen Großhandel verkaufen, lohnt auch ein Blick in unseren Leitfaden PIM für den Großhandel. Und wenn Sie gerade erst prüfen, ob sich ein PIM-System für Ihr Unternehmen lohnt, lesen Sie die Zusammenfassung unseres Webinars PIM im Mittelstand.

So haben wir bewertet

Wir haben Anbieter ausgewählt, die bei mittelständischen Herstellern im deutschsprachigen Raum regelmäßig auf Shortlists stehen, und die großen internationalen Namen, nach denen Käufer fragen. Für jeden Anbieter haben wir am 3. November 2026 fünf Kriterien geprüft: Anbindung an SAP, Anbindung an Microsoft Dynamics, Unterstützung von ETIM und ECLASS (einschließlich BMEcat), Hosting in der EU und Bereitstellungsformen.

Eine Zelle füllen wir nur, wenn der Anbieter die Angabe auf seiner eigenen Website, in seiner Dokumentation, in seinem Help Center oder in einem offiziellen Marketplace macht. Funktionen haben wir nicht selbst getestet: „dokumentiert“ heißt, der Anbieter gibt es an. Die Spalte „Geeignet für“ stützt sich auf unsere Anbieterprofile und die Positionierung der Anbieter. Blogs von Wettbewerbern und Vergleichsseiten Dritter haben wir nicht als Quelle für Anbieterfakten genutzt. censhare und Lobster_pim fehlen in der Tabelle, weil wir ihre Seiten beim Prüfen nicht vollständig abrufen konnten. SDZeCOM ist ein Implementierungspartner für Centric PXM und kein eigener PIM-Anbieter.

PIMvendors ist eine unabhängige Plattform für die Auswahl von PIM-Systemen. Wir vergleichen anbieterneutral, und die Reihenfolge in der Tabelle ist keine Rangfolge.

Quellen

Alle Seiten abgerufen am 3. November 2026.

Weiterführende Leitfäden

Wie es weitergeht

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Häufig gestellte Fragen

Welche PIM-Software ist die beste für mittelständische Hersteller in Deutschland?

Die eine beste PIM-Software gibt es nicht, die Wahl hängt vor allem an Ihrem ERP und an den Klassifizierungen, die Ihre Vertriebspartner verlangen. Mit Microsoft Dynamics 365 Business Central bietet Perfion die direkteste dokumentierte Anbindung. SAP-zentrierte Hersteller sollten Viamedici, Stibo Systems und Centric PXM (ehemals Contentserv) prüfen. Für technische Kataloge mit ETIM, ECLASS und BMEcat sind crossbase, mediacockpit und ATAMYA (ehemals eggheads) typische Kandidaten.

Welche PIM-Systeme lassen sich an SAP anbinden?

Fast jedes PIM-System lässt sich über eine API an SAP anbinden. Einen dokumentierten SAP-Konnektor oder eine dokumentierte SAP-Schnittstelle nennen unter anderem Stibo Systems (SAP-zertifizierte IDoc-Konnektoren für R/3, ECC und S/4HANA), Viamedici (SAP-zertifiziert), Perfion (S/4HANA und Business One), Akeneo (Accelerators für S/4HANA über SAP BTP), inriver (zertifizierter Connector für S/4HANA Public Cloud) und Centric PXM (Marketplace-App von SDZeCOM). Fragen Sie immer, wer den Konnektor baut, pflegt und bezahlt.

Welche PIM-Software passt zu Microsoft Dynamics 365?

Perfion dokumentiert eigene Integrationen für Dynamics 365 Business Central und Dynamics 365 Finance. crossbase nennt Microsoft Dynamics (Axapta, Navision) bei seiner ERP-Schnittstelle. Bei Akeneo und inriver läuft Dynamics nur über Partner oder Middleware. Testen Sie die Anbindung mit Ihrer eigenen Dynamics-Version und echten Artikeldaten.

Muss ein PIM-System für Hersteller ETIM oder ECLASS unterstützen?

Wenn Sie über den technischen Großhandel verkaufen, ja: Distributoren verlangen ETIM-Klassen, meist als BMEcat-Datei. ECLASS ist im industriellen Einkauf verbreitet. Prüfen Sie, ob ein Kandidat den Standard selbst unterstützt oder über eine Partner-App, welche Versionen er beherrscht und wie ein neues Release eingespielt wird.

Welche PIM-Anbieter hosten ihre Cloud in Deutschland oder der EU?

novomind betreibt iPIM laut eigener Angabe im eigenen Rechenzentrum in Frankfurt, crossbase nennt den Serverstandort Deutschland, und Centric PXM listet AWS mit Verarbeitungsort Deutschland als Subprozessor. inriver hostet in Azure-Rechenzentren in der EU oder den USA, Akeneo auf Google Cloud mit einer Region Deutschland. Lassen Sie sich Standort und Subprozessoren im Auftragsverarbeitungsvertrag bestätigen.

Was kostet PIM-Software für einen mittelständischen Hersteller?

Als Budgetband für den Mittelstand rechnen Sie im ersten Jahr mit etwa 50.000 bis 250.000 € inklusive Implementierung und in den Folgejahren mit 30.000 bis 150.000 € pro Jahr. Ein kleiner Hersteller mit tiefem technischem Sortiment kann in diesem Band landen, auch wenn das Unternehmen selbst klein ist. Die Aufschlüsselung finden Sie in unserem Leitfaden zu den PIM-Kosten.

Wie lange dauert die Einführung eines PIM-Systems bei einem Hersteller?

Das hängt von der Komplexität des Katalogs, der Zahl der Integrationen und der Sauberkeit der Quelldaten ab. Datenmodell, ERP-Anbindung und Migration dauern in der Regel länger als die Konfiguration der Software. Fragen Sie jeden Anbieter nach einer Referenz mit ähnlichem Umfang und danach, wie lange dieses Projekt tatsächlich gedauert hat.

Wie erstelle ich als Hersteller eine PIM-Shortlist?

Legen Sie zuerst fest, welches System für welches Feld führend ist (ERP, PLM, PIM), und listen Sie die Formate auf, die Ihre Vertriebspartner verlangen. Filtern Sie dann nach ERP-Anbindung, Klassifizierung und Hosting, laden Sie drei Anbieter zu einer vorgegebenen Demo mit einer echten Produktfamilie ein und vergleichen Sie die Kosten über drei bis fünf Jahre.

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